Montag, 23. März 2020

Wechselstromtechnik Teil 6: Sperrkreis Teil 2:

Beantwortung der Fragen:


1) Beschreibe das Verhalten der beiden Lampen L1 und L2 und erkläre es.
2) Was wird das Amperemeter anzeigen (keine Zahlen, Zeigerverhalten beschreiben)? Was misst es eigentlich?

Zur Antwort schaut euch den ersten Film an....

Vorerst die wichtigsten Infos in Bildform:

 Hohe Frequenz des Wechselstroms:

Der Strom fließt über den Kondensator, da nur er bei hohen Frequenzen einen kleinen Widerstand hat.




Niedrige Frequenz des Wechselstroms:

Der Strom fließt über die Spule, da nun der Kondensator einen zu großen Wechselstromwiderstand besitzt.




 "Kritische"Frtequenz (wir sprechen später von der Resonanzfrequenz):

Der Strom fließt durch Kondensator und Spule etwa gleich stark. Trotzdem ist die Zuflussstromstärke minimal.







Und nun Vorhang auf zum nächsten KPH Video:



Das Amperemeter misst den Strom, der in die Parallelschaltung hineinfließt. 
Bei niedrigen Frequenzen ist das der Strom durch die Spule (der Kondensator hat da einen sehr hohen Widerstand) und bei sehr hohen Frequenzen ist das der Strom durch den Kondensator (die Spule hat da einen sehr großen Widerstand).

Bei einer bestimmten Frequenz ist der Zuflussstrom am kleinsten. Die Parallelschaltung als Ganzes hat für diese eine Frequenz einen besonders hohen Widerstand.
Ströme mit dieser Frequenz werden also gesperrt.

Deshalb sprechen wir vom Sperrkreis!

(Übrigens: Würde ich die Spule und den Kondensator in Reihe schalten, würden Ströme genau dieser Frequenz durchkommen, eine Reihenschaltung nennt man Siebkreis. Das lassen wir aber weg...).

Darauf bezogen sich die Fragen 3 und 4. Im nächsten Film zeige ich euch den Versuch dazu!

Auf zum nächsten Post....


Wechselstromtechnik Teil 6: Sperrkreis Teil 1

Sperrkreis = Parallelschaltung von Spule und Kondensator

Bevor ich euch die Filme zeige und alles erkläre, solltet ihr die Möglichkeit haben, erst einmal selbst alles zu verstehen...

Das müsstet ihr eigentlich schaffen...geht notfalls einfach mal Posts zurück oder auf die Seite mit den wichtigsten Erkenntnissen. 

Dann wird auch klar, warum man diese Schaltung Sperrkreis nennt.

Hier das Schaltbild und ein Szenebild des Films:

 

Mit dem Frequenzgenerator (auch Sinusgenerator genannt) ändere ich die Frequenz eines Wechselstromes von niedrigen Werten bis zu hohen Werten. 
1) Beschreibe das Verhalten der beiden Lampen L1 und L2 und erkläre es.
2) Was wird das Amperemeter anzeigen (keine Zahlen, Zeigerverhalten beschreiben)? Was misst es eigentlich?
Schwere Frage:
3) Entwickel eine Formel für eine charakteristische Frequenz und erkläre das Wort Sperrkreis.
Noch schwerer:
4) Was würde passieren, wenn die Spule keinen ohmschen Widerstand hat, sondern ideal ist, also eine reine Induktivität?

Viele Spaß beim Lösen...bis später...
 
 

Zur Entspannung

Abendstimmung

 Auch alleine kann man die Natur genießen...

 
ISS am Sonntagabend über Kassel, am Mittwoch fliegt sie um 20.43 Uhr  durch die Plejaden und bedeckt Capella
Sternkarte von Stellarium

Sonntag, 22. März 2020

Hinweis

Im Glossar und unter "Wichtige Inhalte, merke" stehen alphabetisch geordnet Begriffserklärungen (Glossar) bzw. wichtige Erkenntnisse (chronologisch geordnet) , jeweils möglichst anders formuliert als im Hauptteil.

Unter "Fragen und Antworten"  könnt ihr zentral über die Kommentarfunktion Beiträge posten.

Seiten sind zugänglich in der Menüleiste unter dem Titel bzw. unter Pages in der Handyversion.

Ich habe dort auch ergänzende und erweiternde Inhalte gepostet (wird laufend gefüllt).

Wechselstromtechnik Teil 5: Blindleistung

In der Wechselstromtechnik unterscheidet man zwischen:

Wirkstrom: Dieser Strom transportiert elektrische Arbeit und Energie, die vom "Verbraucher" genutzt und umgesetzt werden kann. Er erfordert eine Spannung, die ihn phasengleich antreibt.

Das ist wie bei der mechanischen Arbeit: Ich muss die Kraft in Richtung des Weges wirken lassen.



Blindstrom: Auch er transportiert elektrische Energie. Aber diese kann vom "Verbraucher" nicht umgewandelt werden. Sie belastet aber Leitungen, Transformatoren und Kraftwerke. Der Blindstrom entsteht, wenn die Spannung nicht phasengleich zum Strom wirken kann, weil z.B. ein Kondensator oder eine Spule im Stromkreis ist.

Blindleistung: P = U(t) * I(t) * sin φ (φ ist der Phasenwinkel zwischen U und I (Winkel zwischen den sich drehenden Zeigern)

U(t) * I(t) * cos φ ist die Wirkleistung


wordpress
energiezentrum berlin
Nachtrag 21.15 Uhr: Jetzt kapier ich das auch mit dem Bier...fand es vorhin nur lustig...wenn man zuviel Schaum beim Zapfen erzeugt, fühlt sich der Kunde betrogen...
naja, bin halt schwer von kape....

Hinweis: 
Für Gleichphasigkeit (φ = 0) ist U(t) * I(t) die normale momentane Leistung P(t)
Ist eine Spule oder ein Kondensator im Stromkreis (φ = 90°), so ist der Cos 0, d.h. es gibt  keine Wirkleistung, der Sin ist 1, d.h. es gibt nur Blindleistung.

Das Produkt U(t) * I(t) heißt momentane Scheinleistung.

Ich denke, die Begriffe sprechen für sich. Das ist wie in der Mechanik: Stehen Kraft und Weg senkrecht aufeinander , wird keine Arbeit verrichtet. Steht die Kraft schräg zum Weg muss man mit dem cos des eingeschlossenen Winkels multiplizieren um die wirkende Kraft zu erhalten.

Guckt euch mal die beiden Filme an, da lernt ihr, dass Blindstrom auch zurückfließen kann und lernt nochmal die ganzen Zusammenhänge zwischen Winkel, sinüssen und cosinüssen.

Zuvor noch das Bild: Es zeigt welche Geräte welche Anteile an Blind- und Wirkstrom brauchen und wie man durch Kompensation wenigstens einen Teil des Blindstroms ausgleicht. Ihr erkennt: Liegen nur ohmsche Widerstände vor (Heizung, Lampen) gibt es nur reine Wirkleistung.
energie ch
Kompensationskondensatoren (die langen silbrigen Zylinder unten) im Schaltschrank eines Betriebes mit vielen induktiven Lasten

Video 1
Video 2:
Sehr ausführlich und viele weitere Fertigkeiten für euch fördernd, tolle Wiederholung zu Phasenverschiebungen bei Wechselstromwiderständen:


In diesem Bild (aus wikipedia) seht ihr die Spannungskurve (blau) die phasenverschobene Stromkurve (rot) und die nochmals verschobene Leistungskurve (grün). Negative Leistung bedeutet: Da geht Energie zurück zum Kraftwerk.
Im nächsten Bild beträgt die Phasenverschiebung genau 90° (sin, - cos, welches Bauteil???), da fließt zwar Leistung hin- und her...aber im Mittel ist die Leistung 0, es wird nichts übertragen.
wikipedia
so jetzt ist auch die Dienstagsstunde rum...dieses Kapitel hätte ich vielleicht nicht im Unterricht gemacht, aber jetzt im Nachhinein bin ich froh, es ausgearbeitet zu haben..es ist wirklich ein wesentlicher Bestandteil unserer technischen Umwelt....Nicht für die Prüfung...fürs Leben lernen wir...(und für meine Überprüfungen...😛)

Samstag, 21. März 2020

Wechselstromtechnik Teil 4: Addition von Impedanzen oder was Widerstände mit Pfeilen zu tun haben, Teil 3

Antworten:

1) Was muss man machen, damit die Phasenverschiebung 90° ist (ideale Spule, induktiver Widerstand)?


 Da der tan gegen Unendlich strebt, wenn de r Winkel gegen 90° geht, gilt:
Entweder muss der induktive Widerstand unendlich groß oder der ohmsche Widerstand Null sein.
Das leuchtet auch anschaulich ein: in beiden Fällen liegt eine ideale Spule vor, die nur einen induktiven Widerstand hat.

2) Was passiert dabei mit den Zeigern und mit dem Phasenwinkel φ? Produziert einen Film bei euch im Kopf...

Der ohmsche Zeiger wird immer kürzer, der Gesamtzeiger geht steiler und gleicht sich in der Länge immer mehr dem induktiven Zeiger an.

3) Welcher Zeiger ändert sich wie, wenn man den Eisenkern aus der Spule herausnimmt? Was passiert mit der Phasenverschiebung φ?


Die Induktivität L sinkt, der nach oben gehende induktive Zeiger wird kürzer. Der Gesamtzeiger nähert sich in Richtung und Länge dem ohmschen Zeiger an.

4) Wie kriegt man trotz Spule im Stromkreis die Phasenverschiebung wieder auf φ = 0°?

Es gibt zwei mögliche Antworten...von der einen hab ich euch schon mal erzählt...

a) den ohmschen Widerstand stark erhöhen, so stark, dass das bisschen Induktion nix ausmacht...

b) die Wirkung der Spule durch einen Kondensator ausgleichen. Ein Kondensdator ruft genau die entgegengesetzte Phasenverschiebung hervor. Deshalb müssen viele Industriebetriebe mit großen induktiven Widerständen in ihren Maschinen ganze Blöcke von Kondensatoren aufstellen, denn wir zahlen nur die an ohmschen Widerständen verrichtete Arbeit....

Das ist so spannend und verblüffend (und so wenig bekannt), dass ich dazu noch einen Post machen werde...wir lernen ja fürs Leben und nicht für eine Prüfung...

Die Herleitung der Formeln findet ihr auf meinem Notizzettel, den ich euch jetzt zeige. Sie ist so nicht abiturrelevant, aber ähnliches kommt auch bei Überlagerungen vor und rechnen mit Pythagoras solltet ihr immer können. Also versteht diese kleine Rechnung und notiert sie euch:


Übungsaufgabe:

Bestimmt den Gesamtwiderstand und die an Spule und ohmschen Widerständen abfallenden Spannungen sowie die Stromstärke (jeweils Maximalwerte) und den Phasnewinkel zwischen U und I für die folgende Schaltung:

Angelegte Spannung Ueff = 10 V
ohmscher Widerstand RΩ = 100 Ω
Induktivität L = 0,5 H
Frequenz des Wechselstromes f = 60 Hz

Lösungen:

RL = 2*π*f *L = 188 Ω

Rges = sqr(188*188+100*100) = 213 Ω

Damit kann der Effektivwert für die Stromstärke berechnet werden:

Ieff = Ueff/Rges = 10 V/213 Ω = 0,047 A = 47 mA

Damit können die Spannungsabfälle berechnet werden:

Am ohmschen Widerstand fällt 100 Ω * 0,047 A = 4,7 V ab

An der Spule fallen 188 Ω * 0,047 A = 8,84 V ab.

Bevor jetzt bei euch die Alarmglocken losgehen, noch schnell der Phasenwinkel:

tan φ  = 188/100 ergibt  φ = 62°, das ist sinnvoll, da der induktive Widerstand leicht überwiegt...

Und nun  die Alarmglocken:😁

Zuerst rechnet man die 4,7 V als Spannungsabfall am ohmschen Widerstand aus...
dann sagt man sich: naja 10 V waren angelegt, hier fallen 4,7 V ab, also bleiben 5,3 V für die Spule übrig!


FALSCH!!!!!

So einfach ist es nur bei Gleichstrom...hier bei Wechselstrom geht das nicht...da die Spannungszeiger nicht in die gleiche Richtung zeigen, kann  die Summe aller abfallenden Spannungen mehr ergeben als die angelegte Spannung!

Man muss "quadratisch addieren":  Wurzel aus(4,7*4,7 + 8,84 * 8,84) = 10 V...das stimmt ungefähr!

Wer, außer mir, wäre da noch drauf reingefallen??? 😜

so heute mach ich nix mehr, ist inzwischen ja auch schon Dienstag..., morgen am Sonntag bereite ich die nächste U-Einheit vor (wir nähern uns dem Schwingkreis) und mache den nächsten Post...

Wechselstromtechnik Teil 4: Addition von Impedanzen oder was Widerstände mit Pfeilen zu tun haben, Teil 2

Addition von Wechselstromwiderständen mit Zeigerdiagrammen

Wir haben bisher gelernt:

Am ohmschen Widerstand sind U(t) und I(t) gleichphasig.
Am induktiven Widerstand ist U(t) 90° vor I(t) verschoben.

Also:  
Die beiden Spannungskurven für UΩ(t) und UL(t) sind gegeneinander verschoben. Deshalb dürfen wir die Spannungen nicht einfach addieren.

Das alles kennen wir bei der Überlagerung von Schwingungen. Zwei phasenverschobene Schwingungen werden als durch zwei sich drehende Zeiger erzeugt gedacht, die gegeneinander verdreht sind.
Diese beiden Zeiger werden dann vektoriell zum Zeiger der resultierenden Schwingung addiert.

Hier könnt ihr das für Schwingungen wiederholen (besonders wichtig für diejenigen, die in EII nicht im Kurs waren):
Link:
Überlagerung von Schwingungen mit Zeigerbildern   (Einstellung Parallelogramm wählen)

Nun zurück zu unserer realen Spule.

Hinweis: Ich gehe leider nicht gleich mit den Symbolen um...Gesamtspannung und resultierende Spannung bedeuten das Gleiche: Uges = Ures, entsprechendes auch bei Widerständen!!


Durch die beiden Widerstände RΩ und RL fließt der gleiche Strom (ist immer so in einem Stromkreis bei einer Reihenschaltung).
Für diesen Wechselstrom I(t) gibt es einen Zeiger Imax, der gedreht die Kurve für I(t) erzeugt.
Da am ohmschen Widerstand die abfallende Spannung gleichphasig zum Strom ist, gibt es einen Zeiger UΩmax, der in die gleiche Richtung wie Imax zeigt, nur eben eine andere Länge hat (hängt von den vorliegenden Werten ab).
Den zeichnen wir ein....

Der Zeiger für Imax beginnt am Drehpunkt
Nun kommt der Zeiger für die an der Spule abfallende Wechselspannung dazu:

Wir wissen, dass an der Spule U vor I gilt. "Vor" heißt hier in Drehrichtung gesehen davor...wieviel? 90°!

Damit ist klar wo der Zeiger für ULmax hinkommt (die Länge mache ich beliebig, da wir ja die angelegte Spannung nicht festgelegt haben, in der Regel ist sie groß, denn der induktive Widerstand ist größer als der ohmsche...).


Ich hoffe, jetzt wird es klar...wir addieren jetzt die beiden U-Zeiger zum Zeiger der resultierenden Spannung


Wir sehen: Bei der realen Spule gibt es eine Phasenverschiebung φ zwischen U(t) und I(t) die kleiner als 90° ist.

Macht euch an der Zeichnung klar und antwortet laut auf meine folgenden Fragen (ich höre euch!):

1) Was muss man machen, damit die Phasenverschiebung 90° ist (ideale Spule, induktiver Widerstand)?

2) Was passiert dabei mit den Zeigern und mit dem Phasenwinkel φ? Produziert einen Film bei euch im Kopf...

3) Welcher Zeiger ändert sich wie, wenn man den Eisenkern aus der Spule herausnimmt? Was passiert mit der Phasenverschiebung φ?

4) Wie kriegt man trotz Spule im Stromkreis die Phasenverschiebung wieder auf φ = 0°?
Es gibt zwei mögliche Antworten...von der einen hab ich euch schon mal erzählt...

Und:
Könnt ihr jetzt eine Formel herleiten für die resultierende Spannung und den resultierenden Widerstand und für die Phasenverschiebung?

Jetzt müsste es ein lautes: JA geben...
Versucht es mal...der olle Grieche lässt euch tangential grüßen...

Das wäre schätzungsweise jetzt die letzte Stunde am Freitag gewesen, die Fragen wären HA zu Di geworden...
Ich mache jetzt Mittag essen und dann ein Mittagsschläfchen, dann kommt der letzte Post mit den Antworten...Dann sind wir unterrichtstechnisch am 24.3.! Ich selbst werde bis Sonntagmittag die gestern aufgenommenen Filme bearbeiten und dann weitere Posts schreiben, wir kommen so langsam zum Schwingkreis...also zu einem Abithema (das auch dieses Jahr dran war). 





Wechselstromtechnik Teil 4: Addition von Impedanzen oder was Widerstände mit Pfeilen zu tun haben: Teil 1

Addition von Wechselstromwiderständen, Problembeschreibung

Dieses letzte Kapitel aus der Reihe Wechselstromtechnik soll die Begriffe vertiefen und am einfachsten weiterführenden Beispiel anwenden.

Wir haben bisher nie so richtig genau auf die Eigenschaften einer Spule geschaut.
Einmal steht da ein ohmscher Widerstand drauf und dann eine Induktivität.


Was heißt das?
Haben wir nur Gleichstrom, so spielt L keine Rolle, nur der ohmsche Widerstand zählt  (das ist ja ein Maß für die Behinderung der Strombewegung durch die Störungen im Kristallaufbau oder sehr vereinfachend durch im Weg stehende Atomrümpfe).

Für Wechselstrom hat eine Spule zwei Widerstände:
Natürlich auch den ohmschen Widerstand, denn unverändert steht weiterhin alles den Elektronen im Weg, dass die Elektronen jetzt dauern hin- und her"marschieren" ist egal. Egal aus welcher Richtung ein Elektron kommt...es trifft auf das Ion (besser die Kristallstörung) als Hindernis...von rechts, von links, egal...

Aber es gibt auch den induktiven Widerstand, der genau durch dieses "Hin-und Her-Marschieren" kommt: ständig werden Induktionsspannungen U ind = - L*dI/dt erzeugt, die der angelegten Spannung entgegenwirken und die Wirkung reduzieren...also einen induktiven Widerstand erzeugen.

Für Wechselstrom haben wir also einen ohmschen Widerstand RΩ und einen induktiven Widerstand  RL.

Beide "stecken" in der einen, realen, Spule drin...aber wie berücksichtigt man sie?

Einfach addieren, denn sie wirken ja irgendwie gleichzeitig?

Falsch...denkt mal nach....

Im nächsten Posts lernt ihr eines der mächtigsten Werkzeuge der Wechselstromtechnik kennen, die Zeigerdiagramme...da seht ihr wie wichtig es war, das schon vor einem jahr mal gehabt zu haben...

Zuerst überlegt euch mal wie man sich die beiden Wechselstromwiderstände verschaltet denken darf!

Parallel oder Nacheinander?

Man könnte denken, Gleichzeitig wirken heißt parallel schalten...das ist aber falsch, denn bei einer Parallelschaltung ist ja der Gesamtwiderstand kleiner als der kleinste Vorkommende..

Hindernisse, die nacheinander überwunden werden müssen, wirken verstärkt.

Somit bleibt nur die Reihenschaltung übrig...

Hier nun das "Ersatzschaltbild" für eine reale Spule:

aus leifiphysik

aus schule.bw.de


Aber die berühmte Formel Rges = RΩ + RL für die Reihenschaltung von zwei Widerständen kann nicht verwendet werden.

Warum?

Wir haben vor einigen Monaten mal wiederholt, wie man auf die Additionsformel für Widerstände kommt. Es ist letztlich die Addition der abfallenden Spannungen (und dann das Ersetzen mit U = R*I).

So, nun der letzte Tipp:

Wir haben Wechselstrom...da dürfen wir nicht einfach Spannungen nehmen, sondern wir müssen die Maximalwerte, die Amplituden nehmen.

Versucht es mal...

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